Evangelische Gemeinde A.u.H.B. Klosterneuburg
Gemeindeblatt 2003-2
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Von einer Reise in die Tiefe
(Ökumenischer Ausflug 2003)

Der alljährliche gemeinsame Ausflug der Gemeinden von St.Martin und der Evangelische Pfarre, vulgo "St. Rumpl" am 1. Mai hat schon eine lange Tradition. Doch selten war er so voll Symbolik wie heuer. Wir sprechen von der Tiefe. Es ist ja eine der Hauptabsichten dieser Ausflüge: die Gemeinschaft zu vertiefen. Ein Ziel, das wir zu unser aller Freude auch nachhaltig erreichen. Aber neben dieser metaphorischen Bedeutung wurden wir heuer auch mit einer zeitlichen und räumlichen Tiefe konfrontiert.

Erste Station: die romanische Kirche von Schöngrabern, ein Bauwerk, welches man in diesem kleinen Dorf nie vermuten würde, zählte sie nicht schon zur Allgemeinbildung. Als steinerne Bibel haben die Reliefs und Skulpturen im Innenraum und an der Außenseite große Berühmtheit erlangt. Sie faszinieren vom ersten Anblick an und verleiten zu meditativer Betrachtung. Man wird nicht nur die 800 Jahre seit ihrer Entstehung zurückversetzt, sondern taucht in die Welt des Alten und Neuen Testaments ein.

Weiter ging es dann nach Retz. Während man zu ebener Erd' auf Schritt und Tritt Julia begegnete - Tafeln an den Original-Drehorten der Fernsehserie, nach ihr benannte Torten und Gebäckstücke, auch geführte Julia-Filmtouren sind zu buchen - zog es viele von uns aber in die Tiefe, in die Kelleranlagen, welche die ganze Stadt in 3 Etagen unterqueren. Es ist kaum zu glauben, dass diese seit dem Mittelalter bestehenden Gänge halten. Das "Baumaterial" ist nämlich schlicht und einfach Meeressand. Das Geheimnis ist der hohe Druck während der Entstehungszeit der Ablagerungen unter dem damaligen Meeresboden und die hohe Feuchtigkeit. So herrscht in den Kellergängen fast 100% relative Luftfeuchtigkeit. Würde man z.B. 1m3 nach oben bringen und trocknen, würde es in 2.5m3 Sand zerfallen. Die Retzer haben die Publizität und die Steigerung des Fremdenverkehrs, die ihnen aus der Julia-Serie erwachsen sind, übrigens gut zu nutzen gewusst. So haben sie die Stadt sehr besucherfreundlich ausgestattet, z.B. in den Kellern eine recht attraktive Darstellung der Geschichte des Weinbaues von der Bibel über die Römerzeit bis in die Gegenwart installiert.

Anstatt des Kellerbesuches nahmen einige von uns an einer Stadtführung teil, die weitere Einblicke in die Geschichte dieser durch die Grenznähe immer wieder bedrohten Stadt ermöglichte. Einer sehr berührenden ökumenischen Andacht mit Pfarrer Heidi Sartorius und Diakon Anton Schmidt in der Kapelle des Rathauses folgte dann das Mittagessen.

Zum Schluss strebten wir zur Höhe, nämlich zum Kalvarienberg und der berühmten Windmühle und bekamen so einen Überblick über das wunderschöne Retzer Land. Einige machten auch einen Abstecher zur Riegersburg. Brigitte Auner, Robert Bieber, Reinhold Gabriel und Gudrun Hauck haben diesen Ausflug vorbereitet und geleitet, wofür wir ihnen ein herzliches Dankeschön sagen.

Wir freuen uns schon auf den 1.Mai 2004!

Helmut Birgfellner und Rolf Gutdeutsch













Inhalt 2003-2

Die Enzyklica

Tauferinnerungs-
kurs

Bruchrechnen

Reise in
die Tiefe

Fotos Gastchor

Was man liebt,
verbirgt man nicht.

Gedanken zur
Konfirmation

Vom Orgeln...

...und Singen

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Juli-Dez.

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